Arbeitssicherheit - Allgemeine Informationen und Angebote des MR

Arbeitsicherheit im Unternehmen

Die Umsetzung der neuen Betriebssicherheitsverordnung in einem Unternehmen ist relevant, wenn angestelltes Personal beschäftigt wird, das BG versichert ist. Darunter fallen folgenden Beschäftigungsverhältnisse:

  • Anstellung in Vollzeit oder Teilzeit
  • Geringfügige Beschäftigung
  • Kurzzeitige Beschäftigung (70 Tage)
  • Entlohnte mitarbeitende Familienangehörige

In diesem Fall ergeben sich folgenden Pflichten für den Unternehmer

  1. Eine sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Betreuung zu gewährleisten.
  2. Alle am Arbeitsplatz und bei der Ausübung von Tätigkeiten auftretenden Gefährdungen schriftlich und fachgerecht zu beurteilen (sog. Gefährdungsbeurteilung), Maßnahmen zur Risikominimierung zu treffen und diese laufend zu optimieren. Alle Beschäftigten sind vor Ausübung einer neuen Tätigkeit und regelmäßig (jährlich) tätigkeitsbezogen zu unterweisen (sog. Sicherheitsunterweisung). Dies ist rechtssicher (mit Inhalt der Unterweisung) zu dokumentieren.
  3. Die in der Gefährdungsbeurteilung vorgeschlagene persönliche Schutzausrüstung (PSA) bereitzuhalten und die Verwendung sicherzustellen.

Möglichkeiten zur Umsetzung dieser Unternehmerpflichten

Land- und forstwirtschaftliche Betriebe können die Vorgaben im Rahmen einer externe Betreuung (sog. Regelbetreuung) oder durch Teilnahme am "SVLFG-Unternehmermodell" umsetzen.

Bei der Regelbetreuung hat der Unternehmer eine schriftliche Gefährdungsbeurteilung zu erstellen, in der die potenziellen Gesundheitsgefahren im Betrieb erfasst werden, Maßnahmen zu Risikominimierung oder -beseitigung beschrieben werden und diese dann umsetzt werden. Dazu hat er mit einem Betriebsarzt und einer Fachkraft für Arbeitssicherheit zusammenzuarbeiten.

Im Unterschied dazu kann der Unternehmer im "SVLFG-Unternehmermodell" die Gefährdungsbeurteilung selbst anfertigen. Eine Kooperation mit einem Betriebsarzt und einer Fachkraft für Arbeitssicherheit ist nicht erforderlich.

Die schlussendliche Verantwortung für die Einhaltung und Umsetzung der Vorgaben liegt in beiden Modellen beim Unternehmer.

Voraussetzungen für die Teilnahme am "SVLFG-Unternehmermodell"

  • Betrieb mit maximal 16 Angestellten
  • Besuch eines kostenlosen Grundlehrgangs (3 Tage) sowie eines Aufbaulehrgangs (2 Tage) durch den Unternehmer

Zu den Seminarterminen

 

Angebot des MR zur Unterstützung von Betrieben mit dem "SVLFG-Unternehmermodell"

Dieses Angebot richtet sich an Unternehmen in der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft zur Unterstützung bei der Umsetzung der Anforderungen im Bereich Arbeitssicherheit in der Praxis nach Teilnahme an der Schulung zum LUV-Unternehmermodell. Folgende Leistungen werden angeboten:

1

Erstmalige Betriebsbegehung mit Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen und Betriebsanweisungen

2

Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilungen und Betriebsanweisungen in Folgejahren

3.1

Arbeitssicherheitsunterweisung für die Arbeitnehmer vor Ort  

ODER

3.2

Arbeitssicherheitsunterweisung für die Arbeitnehmer mittels Secova-Online (ohne 1 und 2)

Bitte nehmen Sie für eine Preisanfrage zu diesen Angeboten Kontakt mit der Geschäftsstelle auf.